„Dann wäre alles perfekt!“ – Die Wunschlogik hinter Veränderung und was wirklich hilft

„Wenn sich Herr Müller doch nur klarer ausdrücken würde und etwas verlässlicher wäre“, „Wenn nur endlich mal alle die neue Software so nutzen würden, wie wir es besprochen haben“ oder auch oft gehört „Wenn sich doch jeder an den Prozess halten würde“. All diese Satzanfänge enden oft mit „dann wäre alles gut/besser/perfekt“ oder „dann könnte auch ich endlich gut arbeiten/mich einbringen“. Sicherlich hast auch du mindestens ein Beispiel im Kopf, was auf diese Logik passt. Wir sehnen uns damit einen Idealzustand herbei, den wir erreichen möchten und unser Kopf hat meist auch schon ein Bild für uns parat.
Leider ist es aber nicht „einfach gemacht“. Herr Müller mag Veränderungen möglicherweise nicht oder verseht den Zweck nicht. Dann wird Veränderung zäh. Wir sagen – es fühlt sich an wie „Steine schneiden“.
Wenn wir im Workshop das Wort Change in den Raum werfen, passiert meist folgendes:
- Die Teilnehmenden Seufzen stark hörbar.
- Viele Augen werden gerollt.
- Die Körpersprache erlebt einen deutlichen Bruch.
- Die ersten beginnen die Seminarunterlagen voll zu malen.
Warum ist das so? Hat Change einen schlechten Ruf oder ist es ein Hype, der überstrapaziert wurde (á la Dubai Schokolade??)? Oder ist es schon so oft erfolgreich durchgeführt, die Unternehmen sind optimal Change fit und es ist daher zum „augenrollen alt“? Was ist da los?
Was sagen Studien dazu?
Quelle: Horváth & Partners 2020
der Befragten Mitarbeitenden und Führungskräfte gaben an, dass ihr Unternehmen „Change-fit“ ist. (2021/2022)
bieten keine Möglichkeiten zur Weiterbildung im Bereich des Change-Managements an.
Oder gilt einfach nach wie vor der Mythos, dass 2 von 3 Changeprojekten eh nichts werden und es daher gar nicht erst versucht wird?
Die Gründe für eine Angst vorm Change sind vielfältig, die Auswirkungen auch. Kulturen brauchen Zeit sich zu entwickeln, eine Veränderungskultur auch.
Change, Changemanagement oder einfach Veränderungsmanagement ist dabei doch so viel mehr als nur ein hübsches Bild oder eine schicke Kurve, aber eben auch keine Raketenwissenschaft, die es gilt, allein zu erlernen. Der Umgang mit Veränderungen ist ein großer Teil jeder Unternehmenskultur und das umfasst auch das Herangehen an dieses Thema.
Hier ist eine der hübschen Kurven: die Changekurve nach Kübler-Ross/Streich – sieht nach easy peasy aus, ist es aber nicht ganz. Wir geben in Workshops oft eine Einführung in das Thema Veränderung und ihre Phasen sowie die Auswirkungen auf Teams und Führungskräfte. Sensibilisieren und Veranschaulichen – häufig im Workshopcharakter – ist eine erste Möglichkeit sich als Mitarbeitende im Bereich people&culture, Führungskräfte oder Unternehmer an dieses Thema ranzutasten.
In einer aktiven Changebegleitung werden die einzelnen Phasen intensiv gemeinsam hinterfragt: Wie äußert sich sowas? Was können wir (als Geschäftsleitung, als Führungskraft) tun? Gibt es schon Erfahrungen im Unternehmen und wie stark sind Kommunikations-, Führungs- und Fehlerkultur ausgeprägt? Dann geht es Schritt für Schritt weiter…auf dem Weg zur Change-Fitness.
Wenn ihr diesen ersten Schritt gern zusammen gehen wollt…wir kennen da gute Begleiter.
